Gestern gab es in der Blogosphere genau zwei heisse Themen. Zum Einen die 1,6%ige Beteiligung Microsofts an Facebook für die Microsoft 240 Mio$ springen lässt, wodurch sich ein Marketwert von 15 Mrd.$ für Facebook ergibt. Zum Anderen die angebliche Abstrafung der Webseiten und Blogs, die Textlinks verkaufen. Nachdem die Ausregung sich nun ein wenig gelegt hat, kann man die ganze Angelegenheit nun mit ein wenig Abstand betrachten, ohne Emotionen. Bei dem Lesen der ganzen Artikel und Kommentare ist mir ein Kommentar in Erinnerung geblieben, die meiner Meinung nach viel Aussagekraft hat und die Angelegenheit gut beschreibt.
Kommentar von Konrad bei Robert Basic.
Ich sage es nochmal: Keine Seite wird jetzt etwas vom sinkenden PR merken. Wenn ihr euch die Konsequenzen dafür anschauen wollt, müsstest ihr den Zeitraum vor bis zu 6 Monaten betrachten. Wenn es da große Besuchereinbrüche, unter denen die über Suchmaschienen kommen, gab dann hatte vielleicht der Linkverkauf Auswirkungen. Wenn nicht wird auch nichts mehr passieren. Wie schon gesagt: Die Werte in der Toolbar sind nicht gerade aktuell und Updates gibt es nur alle paar Monate.
Generell ist der PageRank sowieso egal und das PageRank Downgrade sollte nur für PR gegen Linkverkäufe sorgen um eventuell einige Leute davon abzuschrecken. Eine weitere Theorie hat ja der seoblogger aufgestellt. Solange Google nicht konkret die Quality von Seiten abstuft dürfte aber nichts passieren.
In der Quintessenz bleibt wirklich die Frage, was hat und was wollte Google mit der Aktion erreichen. Eine Abschreckung der Linkverkäufer, eine normale Anpassung des Algorithmus, eine Inflation bei den Linkpreisen? Insgesamt gehe ich nicht, davon aus, dass Google sich dazu in naher Zukunft äußern wird. Und schließlich können sie mit ihrem Algorithmus machen, was sie wollen. Weiterhin ist die Frage, ob die Blogger Linkverkäufe nun verteufeln, was ich persönlich nicht denke.
Entscheidend ist, wie Konrad schon schrieb, die Reaktion der Suchmaschinenergebnisse auf diese Aktion. Folgen große Besuchereinbrüche bei den Webseiten und Blogs, sehe ich schwarz für das Geschäft der Linkbroker. Folgen keine Besuchereinbrüche, werden bei TLA, Linklift & Co umdenken müssen und andere Bewertungskriterien als den Pagerank, Alexa Ranking usw. für Textlinks berücksichtigen. Vielleicht sollte man hierzu ohnehin die Besucherzahlen, die Verweildauer und RSS-Abonnenten nehmen. Sollten Linklift & Co die Strategie und die Bewertungskriterien nicht ändern, könnte kurzfristig TeLiAd als Gewinner daraus vervorgehen, da man dort die Linkpreise selbst bestimmen kann. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Suchmaschinenergebnisse ändern.
Nachtrag: Hier ein interessanter und ausfühlicher Artikel über Robert Basics Sichtweise der Google PR-Aktion.
Nachtrag2: Stellungnahmen
- Ein paar Worte zur aktuellen Google-Thematik von TeLiAd
- Stellungnahme zum Thema Google von Trigami
- Google Update sorgt für Verunsicherung von LinkLift
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3 Responses
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Ich glaube jetzt beginnt wirklich das große Umdenken, das verstecke Platzieren der Links direkt im Content usw.
Ich finde die Aktion einerseits gerechtfertigt, weil es nicht angehen sollte, dass sich Leute per Linkkauf etc. eine gute Platzierung in den Ergebnissen und dadurch viele Besucher, die dort eigentlich “garnicht hin wollten” sichern.
Andererseits schreibt uns Google damit auch enorm vor, wie unsere Seite auszusehen hat :-/
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