Nachdem Google in den Webmaster Help Center (Teil der Webmaster Guidlines) vor wenigen Tagen erstmals ausdrücklich den Kauf und Verkauf von Textlinks verbietet, die den Pagerank vererben und dadurch die Gooogle Suchmaschinenergebnisse verfäschen, wird Google im Webmaster Blog nun deutlicher.
In order to stay within Google’s quality guidelines, paid links should be disclosed through a “rel=nofollow” or other techniques such as doing a redirect through a page which is robot.txt’ed out.
In dem Artikel “Das Ende des Textlinkhandels naht” habe ich nicht zum ersten Mal gefordert, dass die Textlinkbroker wie LinkLift, Teliad oder TextLinkAds auf diese Entwicklung reagieren müssen, da ihr Businessmodelle direkt gefährdet sind. Bisherige Reaktion: Null. Zumindest habe ich nichts gelesen.
In dem Artikel auf dem Webmaster Blogs gibt Google einen Rückblick auf eigene Äußerungen zum Thema Paid Links an. Diese zeigen die Entwicklung dieses Themas von Februar 2003 bis heute auf. Weiterhin werden in dem Artikel einige Fragen zum Thema direkt beantwortet. Einige meiner Meinung nach interessante Fragen und Antworten habe ich hier dargestellt.
Q: Is that why we’ve seen some sites that sell links receive lower PageRank in the Google toolbar?
A: Yes. If a site is selling links, that can affect our opinion about the value of that site or cause us to lose trust in that site.
Q: What recourse does a site owner have if their site was selling links that pass PageRank, and the site’s PageRank in the Google toolbar was lowered?
A: The site owner can address the violations of the webmaster guidelines and submit a reconsideration request in Google’s Webmaster Central console. Before doing a reconsideration request, please make sure that all sold links either do not pass PageRank or are removed.
Nachdem Google in mehreren Schritten die Abwertungen des Pagerank von Blogs vorgenommen hat, die Textlinks (ohne das “rel=nofollow”-Attribut) kaufen oder verkaufen, gab es immer wieder Äußerungen von Webmastern und Bloggern die in der Abwertung keinen direkten Zusammenhang zu dem Thema Paid Links sahen, sondern als Teil eines normalen Pagerankupdate oder auf einen Änderung des Pagerank zurückführten. Diese und alle anderen Blogger dürften nun eines Besseren belehrt sein. Das ruft wieder die Textlinkbroker auf den Plan deren Businessmodell der Kauf und Verkauf von Textlinks zu einem bestimmten Preis auf den Plan. Der Preis pro Textlink wird in der Regel massiv beeinflusst durch den jeweiligen Pagerank des Blog.Was heisst das also für die Blogger, die Textlinks (Paid Links) verkaufen. Hier mal vereinfacht dargestellt:
- Blogger verkauft Textlinks ohne “rel=Nofollow”-Attribut zum Preis X p.M. Der Preis ist deutlich determiniert durch den Pagerank.
- Google entdeckt die Textlink und wertet den Pagerank des Blogs ab oder stellt ihn gleich auf 0. Hierdurch sinkt der Preis X deutlich (X – Y). Durch die Abwertung des Pagerank werden die Suchmaschinenergebnisse des Blogs höchstwahrscheinlich negativ beeinflusst.
- Blogger verkauft weiterhin Textlinks ohne “rel=Nofollow”-Attribut zum Preis (X – Y) p.M.
- Google erkennt dies und löscht ihn komplett aus den Suchergebnissen.
Okay, der letzte Satz ist ein wenig polemisch aber nicht auszuschließen. Insgesamt eine sehr wirklungsvolle Strafe die zur Folge haben wird, dass der offene Kauf und Verkauf von Textlink zurückgehen wird. Das Businessmodell der Textlinkbroker funktioniert nicht mehr – oder aber sie akzeptieren ab sofort das “rel=Nofollow”-Attribut. Was sicher auch passieren wird, ist der Verkauf von verdeckten Textlinks in dem Content von Blogs.
Eine weitere interessante Fragestellung wird in dem Artikel noch bearbeitet.
Q: Is Google trying to crack down on other forms of advertisements used to drive traffic?
A: No, not at all. Our webmaster guidelines clearly state that you can use links as means to get targeted traffic. In fact, in the presentation I did in August 2007, I specifically called out several examples of non-Google advertising that are completely within our guidelines. We just want disclosure to search engines of paid links so that the paid links won’t affect search engines.
Diese Antwort von Google kann ich weder nachvollziehen, noch nehme ich sie Google ab. Allerdings könnten sie meiner Meinung auch nichs unternehmen um zu beweisen, dass sie die Wettbewerber auf dem Werbemarkt nicht schädigen wollen.
Summa summarum bleibt erneut die Frage: Wie reagieren die Textlinkbroker auf diesen Google Artikel, denn die Kunden werden ihnen ohne Änderung des Businessmodell nun davonlaufen? Sollten die Reaktionen erneut darin bestehen, den Kunden (Bloggern) Tipps zum Verstecken von Textlinks zu geben oder aber Tipps zur Reduktion der Textlinks und Beachtung der Themenrelevanz zu achten, sehe ich sehr schwarz.
Update:
Es findet gerade eine sehr interessante Diskussion zwischen Bloggern und Matt Cutts (Google-Mitarbeiter) statt, in der Cutts auf den Artikel im Google Webmaster Blog eingeht. Diese Antwort von Cutts möchte ich mal kurz hervorheben:
“What kinds of penalization are occuring as a result of this? Is it just that the links deemed “paid” are no longer factored in, or is it a legitimate penalty on the site itself?”
We reserve the right to take pretty broad action within our rankings. A domain that sells links that pass PageRank can lose the ability to flow PageRank, it can lose PageRank in the Google Toolbar, it can be demoted, and if the content is spammy enough, it can be removed from Google’s index.
Dann war ich mich meiner kühnen Behauptung oben ja gar nicht so falsch – natürlich in Abhängigkeit vom Inhalt des Blogs.
Popularity: 22% [?]





6 Responses
Stay in touch with the conversation, subscribe to the RSS feed for comments on this post.
Ich verkaufe zwar keine Links, aber ich finde die Absolutheit, mit der alle den Lehrmeinungen von Google hinterherlaufen schon sehr bedenklich. Immerhin betreibt Google mit Adsense/Adword ja auch Linkhandel.
Naja, Google handelt im eigentlichen Sinne ja nicht mit Links. Aber Google immer blind zu folgen kann auf Dauer ebenfalls nicht gut gehen.
hallo, erstmal danke für den blog hier, hab den bei netvibes integriert und verfolge sämtliche updates.
er scheint sich allerdings nicht als beratungsservice für dummies zu verstehen, dennoch würde ich gerne eine frage zu diesem Thema stellen, die meine unbeholfenheit offenlegt:
ich verstehe ehrlich gesagt nicht genau, was denn jetzt für einen auch werbetreibenden blog laut google “verboten” ist. sucht google da speziell nach eingebauten werbeflächen von textlinkverkäufern wie linklift oder sind textlinks generell, also auch im fließtext eines artikels ungesund? wenn letzteres der fall wäre, dann müsste man sich ja wirklich komplett umstellen. bislang gehörte es doch zum guten ton, zum beispiel auf andere blogs oder diverse quellen querzuverweisen, um sich gegenseitig einen gefallen zu tun. würde man “no follow” einsetzen, wäre der gefallen ja nur halb so gut.
und was passiert mit “no follow” in bezug auf affiliate links wie zu amazon z.b., beschädigt das den eigentlichen zweck solcher links? nämlich den, dass amazon kapiert, dass der potentielle käufer dank dem blog auf deren seite gefunden hat?
eine kurze erklärung würde mir sehr helfen.
grüße
wretchi
Hallo wretchi, um mal ein zwei Missverständnisse aus dem Weg zu schaffen. Google hat generell etwas gegen bezahlte Link – normale Links, die im Fließtext gesetzt werden und themenrelevant (oder auch nicht) sind, sind okay. Bezahlte Links würde Google gern mit NoFollow-Attribut versehen sehen, da dadurch der Pagerank nicht weitervererbt wird.
Das mit den Amazon-Links weiss ich nicht genau – aber ich denke nicht, dass die Amazon-Links durch das NoFollow entwertet würden. Dies solltest du aber nochmal irgendwo verifizieren. Ich hoffe ich konnte weiterhelfen.
ja danke erstmal.
Continuing the Discussion