Während der letzten Tage ist mir die Frage in den Sinn gekommen, wie man die Wahrnehmung von Blogs dahingehend verändern kann, dass sie als einfach zu bedienendes, kompetentes Publikations-Tool für Jedermann und nicht mehr als Online-Tagebücher angesehen werden.
Immer wieder lese ich Artikel traditioneller Medien in denen Blogs als Spielzeug pubertierender Teenager abgestempelt und verkannt werden. Ich würde fast soweit gehen, dass dies in noch 80% der Artikel der Fall ist. Hierdurch wird den Blogs jegliches professionelles Potential abgesprochen.
Dies liegt vermutlich an der Tatsache, dass sich diese Darstellung an der etymologischen Zusammensetzung des Wort “Weblog” bedient. Weblog kommt ja von “Web” und “Log” (Tagebuch).
Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass die traditionellen Medien sich von den Blogs und somit von dem „Bürger-Journalismus“ bedroht fühlen. Und noch viel weniger will ich den Streit zwischen Blogger und Journalisten erneut aufwärmen, schon allein, weil mich dieser Streit noch nie interessiert hat.
Wie dem auch sei. Es ist mir keine wirklich sinnvollte Erklärung oder gar Lösung des Problems eingefallen.
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3 Responses
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Meine Idee wäre, nicht zwingend zu publizieren dass es sich um einen Blog handelt. WP kann man doch ganz ordentlich als normale Webseite “tarnen”. Hat die Webseite Akzeptanz kann man sagen, dass die Seite mit Blogsoftware gemacht wurde. Es braucht eine medienwirksame “Old Economy” Seite die das macht und die Medien werden erkennen, dass Blogsoftware nicht zwingend einhergeht mit Akne und Beziehungsstress.
Auch eine Tarnung als herkömmliche Webseite wird dem ganzen keinen Abbruch tun! Mal angenommen mein Blog wird nur dann akzeptiert, wenn ich ihn nicht als Blog bezeichne, dann soll es derjenige eben lassen. Der Inhalt ist entscheidend, die wiedergegebene Meinung die dort zu lesen ist.
Ich beurteile doch Medien auch nicht nach der verwendeten Druckfarbe, sondern nach dem worüber und wie sie berichten. Blogs, die wegen Beziehungsstress und dgl. geführt werden haben ganz andere Themen, das ist auf den ersten Blick zu erkennen finde ich.
Medien akzeptieren Blogs m.E. deswegen nicht, weil eine Akzeptanz auch mit der ernsthaften Auseinandersetzung des dort veröffentlichten Beitrages einhergehen würde. Und das wollen sie nicht. Sie haben das Zepter in der Hand – glauben sie!
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