Vor knapp zwei Wochen erhielt ich den Brief eines Onlineshopbetreibers. In diesem Brief war ein Gutschein über zwanzig Euro. Der Shop vertreibt vor allem Sporttaschen, Messengertaschen, Notebooktaschen und und und. Optisch ist dieser Shop sehr gut aufbereitet und sieht ziemlich klasse aus. Wenige Sätz weiter kam der Knaller:

Um meinen Online-Shop noch bekannter zu machen, würde ich mich über deine Unterstützung freuen. Alles was du dafür tun musst, ist, in deinem Blog etwas über *Name des Onlineshops* zu schreiben und in der Geschichte meinen Shop mit dem Text *Claim des Shops* zu verlinken. Damit auch du etwas davon hast, bekommst du im Gegenzug von mir einen Gutschein im Wert von 20 Euro, den du bei *Name des Onlineshops* jederzeit einlösen kannst.

Ich muss sagen, das ist wirklich clever vom Shopbetreiber, denn das Incentive wird nur in dem Fall fällig, wenn der jeweilig angeschiebene Blogger einen Artikel schreibt und einen Backlink setzt. Durch den Backlink profitiert der Shopbetreiber. Der zweite Bonus des Shopbetreibers ist der Umsatz. Der Blogger hingehen würde nur profitieren, wenn er tatsächlich ein Produkt aus dem Onlinshop gebrauchen kann und entsprechend dort kauft. Klingt unfair – ist es meiner Meinung nach auch.

Würde ich einen Artikel bei Trigami oder einem anderen Review-Dienst schreiben, würde ich als Blogger mit einem Artikel sicher 50 Euro verdienen. Zudem müsste der Betreiber des Onlineshop dem Review-Dienst eine Provision zahlen. Schlussendlich müsst der Betreiber des Onlineshop drei bis vier Mal so viel Geld in die Hand nehmen um das gleiche Ergebnis zu erhalten. Der Blogger hingegen hätte einen wirklichen Incentive.

Meiner Meinung nach könnte die oben beschriebene Promotion funktionieren, allerdings nicht in der Form in der sie durchgeführt wurde. Die folgenden Ecksteine sollte man beachten. Dahinter habe ich entsprechend mal markiert, ob es bei diesem Versuch umgesetzt wurde oder nicht.

  1. der Onlineshop bzw. die verlinkte Seite muss zum Thema des Blogs passen (-)
  2. das Incentive darf nicht an einen Pflichtkauf gebunden sein, sondern sollte direkt vergütet werden (-)
  3. der Kontakt sollte Offline erfolgt, d.h. per Brief, Telefon (x)
  4. das Incentive sollte angemessen sein (-)