Noch im vergangenen Jahr fragte ich bei einigen Textlink-Brokern nach, wie ich mich als Blogger und Textlink-Verkäufer nun verhalten solle, nachdem Google die Spielregeln deutlich geändert und zum Teil hart gegen einige Blogger und Textlink-Verkäufer vorgeganen ist. Bisher waren die Bestrafungen durch Google ja noch sehr milde – als Blogger konnte man lediglich ein wenig seines PageRanks verlieren. That’s it. Nicht weiter schlimm.

Nachdem Google aber Ende November Anfang Dezember die Google Webmaster Richtlinien dahingehend verschärft hat, Textlink-Käufer und -Verkäufer nicht nur mit einer Senkung des PageRanks zu bestrafen, sondern auch aus den Google-Suchmaschinenergebnissen zu streichen, kann die Bestrafung deutlich heftiger ausfallen. Das nun wieder wäre eine massive Strafe, die sicher kaum ein Blogger wegstecken könnte. Schließlich leben Blogs und Blogger davon, dass sie gelesen werden und Feedback erhalten.

Der Anteil der Besucher, die dieses Blog über Suchmaschinen finden liegt aktuell bei 77%. An diesen 77% hat die Suchmaschine Google einen wahnsinnig hohen Anteil. Insgesamt hat Google bei den deutschen Suchmaschinen eine sehr dominate Rolle. Mehr als 85% der Suchanfragen in Deutschland gehen an Google. In den USA liegt der Anteil der von Google bearbeiten Suchanfragen bei unter 50%.

Damit dürfte hoffentlich die marktbeherschende Positions Googles in Deutschland deutlich geworden sein. Dreht Google an den Schrauben, heisst es Friss oder Stirb. Aus diesem Grund bin ich der Meinung, dass die deutschen Textlink-Broker nicht die Änderung Googles negieren können und somit auf Google reagieren müssen.

Hier die gekürzte Antwort LinkLifts:

1. No follow Tags auf bestehende Buchungen

Ich kann Ihre Bedenken sehr gut nachvollziehen. Leider gibt es dem Anbieten von Textlinksplätzen als Seiteninhaber bisher nicht die Möglichkeit diese Einschränkung ” nofollow” vorzunehmen. Werbetreibende haben bei der Buchung von Textlinks die Wahl zwischen “follow” und “nofollow” Links. Die Mehrzahl jedoch entscheidet sich für die Buchnung der ersten Variante. Wenn Sie eine Textlinkbuchung erhalten, bei der der Advertiser einen “follow”Link bucht, ist eine selbstständige Einschränkung nicht möglich.

Gern nehme ich diesen Hinweis in eines unserer nächsten Produktmeetings und werde dies mit meinen Kollegen beratschlagen, inwiefern dies eine Option im Interesse einer Vielzahl der Publisher und Advertiser sein könnte.

2. Textlinkverkauf

Auf unserem Blog können Sie unseren Standpunkt zu den jüngsten Entwicklungen im Bereich Textlinkverkauf nachlesen:

http://www.linklifter.de/google-reduziert-pagerank-werte/

Wir sind nach wie vor davon überzeugt,dass vom Publisher eigenhändig geprüfte und für gut befundene, themenrelevante Links für den Nutzer einen Mehrwert darstellen.

Wir empfehlen, sich durch die Maßnahmen von Google nicht verunsichern zu lassen. Auf Ihrer Webseite sind Sie der Chef. Zwar mögen sich die PR-Werte verändert haben, die Rangpositionen sind jedoch weitestgehend intakt geblieben. Weiterhin ist zu prüfen, inwieweit man von den vielzitierten “Abstrafungen” überhaupt berührt werden könnte. Mehr hierzu unter:

http://www.linklifter.de/penalties-risikoposition-einmal-rational-betrachtet/

Nur wer Traffic von Google bekommt, dem kann dieser auch von Google genommen werden. Offen ist auch, inwiefern qualitativ hochwertiger Content dem Suchenden überhaupt vorenthalten werden kann, ohne an Suchqualität einzubüßen.

In jedem Fall möchten wir darauf hinweisen, dass die Listings auf LinkLift selber schon seit langem stark anonymisiert sind, sodass sich hierdurch nur schwer Rückschlüsse auf Ihre Webseite ziehen lassen.

Es gibt Anzeichen dafür, dass in den Fällen, in denen es zu PR-Reduzierungen wegen Linkverkauf kam, diese von Hand vorgenommen wurden- etwa als Folge davon, dass man seinen Nutzern offenlegt, dass es sich um werbliche Links handelt. Eine kurzfristige Entfernung von Links könnte insofern eher negative Signalwirkung haben.

Wenn Sie dennoch Anpassungen für Google vornehmen wollen, möchten wir Ihnen folgende Empfehlungen aussprechen:

1. Achten Sie auf Themenrelevanz der Verlinkungen. Bei den von der PR-Reduzierung für Linkverkauf betroffenen Seiten waren deren Verlinkungen zumeist thematisch kreuz und quer gemischt wie etwa bei zeit.de (PR8 auf 5) oder brigitte.de (PR6 auf 4). Sollte sich eine Buchung im Nachhinein als doch nicht so relevant herausstellen, steht Ihnen unser Support gerne zur Seite.

2. Beschränken Sie die Anzahl der Linkplätze. Der Vorteil ist zum einen, dass Werbetreibende für eine exklusivere Plazierung einen höheren Preis zahlen, zum anderen reduziert eine geringere Anzahl an Links das hinterlassene Schema.

3. Überprüfen Sie die Kennzeichnung der Linkplätze. Denken Sie dabei daran, was ein menschlicher Prüfer/Wettbewerber/Neider als typische Kennzeichnung im Hinterkopf haben könnte, und weichen Sie davon auf kreative Art und Weise ab.

4. Verwenden Sie eine CSS Formatierung Ihrer Links. Aktualisieren Sie hierzu Ihr LinkLift Plugin, welches seit einigen Monaten CSS Formatierung unterstützt.

5. Nehmen Sie nicht an zu vielen Vermarktungen teil. Andere Vermarkter hinterlassen z. T. relativ deutliche Spuren, welche einfach ausgelesen werden können.

Und hier die Antwort TeLiAds:

Erst einmal möchten wir kurz festhalten, dass Google nicht bestimmten kann was “illegal” ist. Sie können lediglich Richtlinien für ihre Suchmaschine aufstellen.

Wir möchten gerne zu diesem Thema auf einen FAQ-Text von uns und eine Newsmeldung verweisen:

http://www.teliad.de/faq/2_34_de.html
http://www.teliad.de/news/detail.html?news_id=4

Dort finden Sie zahlreiche Antworten zu Ihren Fragen.

Das Setzen des Nofollow-Attributes gestatten wir nicht, da dieses den Sinn eines
suchmaschinenrelevanten Textlink-Verweises negiert.

Es bleibt also alles beim alten, die Textlinkbroker wollen sich nicht bewegen bzw. nicht reagieren, sondern geben nur einige Tipps, die Google milde stimmen sollen. Meiner Meinung nach setzten sie damit die Position der Blogger in den Suchmaschinenergebnissen – und damit indirekt ihre eigene Existenz aufs Spiel. Denn fehlen die Kunden, gibts auch keine Textlink-Broker mehr.

Allerdings kann ich beide Seiten verstehen – Textlinks ohne NoFollow-Attribute kompromittieren die Suchmaschinenergebnisse – Textlink-Broker sehen sich in ihrer Existenz bedroht. Warum Google aber so massiv gehen die Textlink-Käufer und -Verkäufer vorgeht kann ich nicht so recht verstehen. Zumindest scheint es so, dass der Prozess der Abwertung des PageRank bei Google nicht manuell ist – dafür sind zu viele Blogs und Webseiten, unabhängig von der verwendeten Sprache, abgewertet worden. Sollte also Google einen Algorithmus einsetzen, um diese Blogs zu identifizieren – warum nutzt Google nicht einfach den Algorithmus um die gekauften Textlinks aus den Suchmaschinenergebnissen zu löschen. Dadurch würde sich das Problem für Google kurzfristig und langfristig auch der Textlinkverkauf erledigt haben.