Sie sind in aller Munde, stehen jedoch weiterhin erst vor dem Durchbruch. Zumindest in Deutschland, denn in den USA sind Corporate Blogs bereits etabliert. So haben eine große Anzahl der Fortune 500 Unternehmen bereits ein Corporate Blog oder CEO Blog. Aus Unternehmersicht ist man ihnen skeptisch gegenüber. Dies liegt nicht allein daran, dass die Erstellung eines Corporate Blogs und die Verfassung von Beiträgen nahe am Tagesgeschäft erhebliche Kontrollverlustsängste über die Konversationen mit den Lesern und des Unternehmensimage verursachen, sondern auch daran, dass Bloggen auf Unternehmensebene Arbeit verursacht. Im Gegensatz zu privaten Blogs über die Dinge und Erlebnisse des alltäglichen Lebens dürfen in Corporate Blogs keine langen Pausen eintreten. Diese würden bei den Lesern und Interessierten zumindest teilweise negativ aufgefasst werden. Somit sollten sich Unternehmen vorher überlegen, ob man genügend Durchhaltevermögen, Blog-interessierte Mitarbeiter und interessantes Futter hat, bevor man ein Blog aufsetzt und diese womöglich noch groß ankündigt.

Hat man sich erst mal entschlossen ein Blog über den Unternehmeralltag aufzusetzen und kontinuierlich zu betreiben, gibt es weiterhin diverse Stolperfallen und Fallstricke, die sich langfristig zum Boomerang entwickeln können. Diese kann man jedoch sehr gut vermeiden, sofern man sie identifiziert hat.

  • Veröffentlichung von uninteressanten, belanglosen Informationen
  • Lange Pausen zwischen den Blogintervallen
  • Übermäßige Nutzung des Blogs zur PR und Bewerbung der eigenen Produkte
  • Schlechte Schreibe der Blogger
  • Keine Vernetzung oder Auseinandersetzung mit themenrelevanten Blogs
  • Keine Ehrlichkeit
  • Unterbindung der Möglichkeit Kommentare durch Blogleser zu hinterlassen oder Erschwerung der Möglichkeit
  • Übertriebene Moderation/Korrektur der Kommentare
  • Keine Kommunikation zwischen Corporate Blogger und Blogleser auf Augenhöhe
  • Verstecken des Blogs in der Internetpräsenz des Unternehmens
  • Keine Mischung der Autoren aus verschiedenen Abteilungen und Bereichen
  • Bloggen ohne Strategie und Ziel
  • Vernachlässigung der Personalisierung des Blogs und der Blogger
  • Keine Zeit für das Bloggen und die Vernetzung investieren

Diese Liste kann man sicher noch ausweiten, aber mir sind beim Schreiben mehr Punkte eingefallen, als ich mir vorher ausgemalt habe. Sicherlich sind die einen Fehler schwerwiegender als andere, aber es macht Sinn sich diese einmal vor Augen zu führen. Da diese Liste Negativbeispiele aufzeigt, habe ich bewusst darauf verzichtet, Beispiele von Corporate Blogs für die einzelnen Fehlerchen zu benennen.

Vermeidet man einein Großteil dieser Fehler ist man zumindest schon einmal auf dem richtigen Weg zu einem positiv aufgenommenen Corporate Blog. Allerdings ist die Fehlervermeidung nur die halbe Miete. So ist die Veröffentlichung von interessanten und fesselnden Informationen unerlässlich für Corporate Blogs, die entsprechend Aufmerksamkeit und eine große Leserzahl anstreben. Welche Themen man in dem ersten Artikel behandeln sollte, hat Linda vom GetElastic Blog einmal zusammengetragen.